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Bierhefe für Hühner – das gesunde Plus im Futter

Es gibt verschiedene Zusätze, die die Qualität des Hühnerfutters deutlich aufwerten. Dazu gehört Bierhefe als exzellenter Vitamin-B-Lieferant.


Bierhefe für HühnerBierhefe – was ist das überhaupt?

Bierhefe ist ein Naturprodukt, das bei der Herstellung von Bier entsteht.

Beim Bierbrauen bilden quellfrisches Wasser, Malz und Hopfen den idealen Nährboden für die Entstehung von Hefe. Während des Wachstums reichert sich die Hefe mit wertvollen Inhaltsstoffen an.

Die Hefe ist ein Abfallprodukt der Bierherstellung und zugleich ein besonders hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel für Menschen und viele Tiere wie Hühner.


Was macht Bierhefe so wertvoll?

Eine Hefezelle enthält mindestens 40 Prozent Eiweiß. Aber das ist bei weitem noch nicht alles. Bierhefe ist ein sehr wertvoller Vitamin B-Lieferant. Das betrifft vor allem den Gehalt an Vitamin B1, dem sogenannten Thiamin.

Das Außergewöhnliche an der Bierhefe ist der komplexe Nährstoffverbund von Mineralstoffen, Enzymen, Aminosäuren und B-Vitaminen. Vor allem die Aminosäure Methionin ist für Hühner besonders wichtig.

Das in der Bierhefe enthaltene Selen und Chrom sorgen allgemein für einen gesunden Stoffwechsel.

  • Chrom senkt das Stresslevel und regt ein gesundes Wachstum an.
  • Selen trägt zu einer Stärkung der Abwehrkräfte bei.

Die im Produkt enthaltenen Spurenelemente und Vitamine überzeugen mit einer hohen Bioverfügbarkeit und werden vom Organismus gut aufgenommen.


Diese Vorteile bietet Bierhefe den Hühnern

Sammellegenest selber bauenFür die Fütterung von Bierhefe gibt es nicht nur einen, sondern gleich mehrere gute Gründe.

Diese Vorteile bietet der Futterzusatz den Hühnern:

  • Stärkung des Immunsystems
  • Anregung des Stoffwechsels
  • positive Beeinflussung der Darmflora
  • Reduzierung von Pilzbefall und bakteriellen Infektionen des Darms
  • Förderung des Leberstoffwechsels
  • Senkung des Stresslevels
  • verbessertes Wachstum
  • stärkeres Gefieder durch B-Vitamine und Aminosäuren
  • leichtere Ausscheidung von Schwermetallen

Wann ist die Zufütterung von Bierhefe sinnvoll?

Hühner im SchneeHühner brauchen immer ausreichend Nährstoffe, um gesund und vital zu bleiben. Ein Mangel schwächt das Immunsystem und macht die Tiere krank. Am besten versorgt sind die Hühner im Freilauf mit abwechslungsreicher Nahrung, bestehend aus Kräutern, Insekten und Würmern. Bei einer solchen Haltung ist das Risiko einer Mangelernährung sehr viel geringer.

Wer seine Hühner aber ausschließlich im Stall hält, muss auf ein vitaminreiches Futter achten.

Auch im Winter finden die Tiere oft nicht genug vitamin- und mineralstoffreiche Nahrung. Situationen wie die Einstallpflicht im Falle des Auftretens der Vogelgrippe erfordern eine dementsprechend gehaltvolle Nahrung.

Die Beigabe von Bierhefe senkt in diesem Fall das Stresslevel und gleicht Vitaminmängel aus. An und für sich schadet ein Bierhefezusatz nie.

In folgenden Fällen ist die Zufütterung von Bierhefe besonders ratsam:

  1. während der Mauser
  2. vorrangige Fütterung mit Mais (Mais enthält kaum Vitamin B)
  3. während der Einstallungsphase
  4. während der Legephase, um die Eiqualität zu verbessern
  5. bei Küken im Wachstum
  6. bei Ausstellungstieren, um die Qualität und das Aussehen des Gefieders zu optimieren
Unser Tipp: Bierhefe ist auch für den Menschen sehr gesund. Da sich die vom Huhn aufgenommenen Nährstoffe im Dotter wiederfinden, lohnt sich das Zufüttern von Bierhefe auch, um die Eiqualität zu verbessern.

Die korrekte Fütterung der Bierhefe

Kükenfutter selber machenAls Einzelfuttermittel für Hühner wertet die Bierhefe die tägliche Futterration deutlich auf. Wer seinen Tieren etwas Gutes tun will, verwöhnt sie ganzjährig damit. Empfehlenswert ist eine Menge von bis zu zwei Prozent der Gesamtfutterration. Ein normal großes Huhn benötigt somit etwa 2,5 Gramm Bierhefe pro Tag. Das entspricht etwa einem halben Teelöffel.

Die als Futterzusatz angebotene Bierhefe ist zumeist getrocknet und steht in einer mehr oder weniger feinen Pulverform zur Verfügung. Damit die Hühner die Hefe komplett aufnehmen, ist es ratsam, diese mit etwas Öl ins Körnerfutter zu mischen. Selbstverständlich gibt es auch die Möglichkeit, die Hefe unter das Weichfutter zu mixen.

Schon gewusst? Bei der Herstellung von Bier entsteht vorerst lebende Bierhefe. Diese ist besonders gesund, aber schwer aufzubewahren und auch sehr teuer. Deshalb gibt es für Hühner Bierhefe in getrockneter Form wesentlich preisgünstiger und sie ist ebenfalls effektiv.

Die Bierhefe besitzt einen Nachteil: In angefeuchtetem Zustand verdirbt sie sehr schnell und sollte deshalb jeden Tag frisch beigemengt werden. Sie eignet sich deshalb weniger für die Verwendung im Futterautomaten, denn in pulverisierter Form geht rasch ein Teil der wertvollen Hefe verloren. Entweder die Hefe bleibt nicht gut genug an den Körnern kleben oder der Luftzug verstreut sie in alle Richtungen. Und als Einstreu ist das hochwertige Futtermittel definitiv zu schade.

Unser Tipp zur Lagerung: Bierhefe reagiert sehr lichtempfindlich. Es ist deshalb wichtig, das Produkt an einem möglichst dunklen, trockenen und kühlen Ort aufzubewahren. Am besten lagert man die Bierhefe in einem gut verschlossenem Behälter in einer trockenen Umgebung.

Was ist Thiaminase?

Bierhefe ist ein guter Vitamin B1-Lieferant, der die Hühner mit essentiellen Nährstoffen versorgt. Es gibt aber auch Gegenspieler, die den Tieren das wertvolle Vitamin rauben. Diese Lebensmittel enthalten das Enzym Thiaminase, das das Vitamin B1 zerstört und in großen Mengen aufgenommen schwere Mangelerscheinungen verursacht.

Bei Hühnern stellt das zumeist kein größeres Problem dar, denn thiaminasehaltige Produkte gehören nicht zu den Grundnahrungsmitteln der Tiere. Thiaminase ist unter anderem in vielen Süß- und in einigen Seewasserfischen enthalten. Thiaminase spielt nur bei der Rohfütterung eine Rolle. Hitze zerstört das Enzym.