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Wie lange legen Hühner Eier?

Wer sich Hühner in den Garten oder auf den Hof holt, möchte diese natürlich möglichst lange nutzen und Freude daran haben. In der industriellen Massentierhaltung ist das ganz anders. Hier spielt der Profit die größte Rolle. Die Hühner legen innerhalb kurzer Zeit viele Eier, halten das aber nicht lange durch.

Hühner legen viele Eier

Welche Faktoren spielen eine Rolle?

Wie lange legen Hühner Eier? Hierauf gibt es keine pauschale Antwort. Es gibt Hennen, die lange legen, und solche, die nach wenigen Jahren verschlissen sind. Wie lange ein Huhn legt, hängt in erster Linie von den Genen ab, von der Rasse.

Meistens legen Hühner mit einer geringen Gesamtjahreslegeleistung länger als solche, die ausgesprochen viele Eier produzieren. Hybridhühner bringen es im Jahr locker auf über 300 Eier. Nach spätestens zwei Jahren lässt die Legeleistung jedoch deutlich nach. Ein Rassehuhn, das auf das Jahr verteilt etwa 150 Eier legt, bringt oft noch mit drei oder vier Jahren eine akzeptable Leistung.


Wie lange legen Hühner Eier?Der normale Legezyklus einer Henne

Der größte Teil der Hühner legt im ersten Jahr am besten. Im Herbst kommen sie in die Mauser. Danach lässt bei den meisten Rassen die Legeleistung etwas nach. Im zweiten Jahr legen die Hühner also tendenziell schlechter als im ersten. Danach sinkt die Produktivität kontinuierlich. Ältere Hennen gehen zumeist auch früher in die Winterpause.

Unser Tipp: Achte auf eine gemischte Altersstruktur innerhalb der Schar. Wer nur junge Hennen besitzt, hat zwar anfangs viele Eier, später lässt die Legeleistung aber bei allen Tieren gleichzeitig nach. Es lohnt sich, immer wieder überalterte Hennen auszusortieren und durch junge zu ersetzen.

Längere Legedauer durch gutes Futter?

Das Futter beeinflusst die Legedauer kaum. Ist der Legeapparat erschöpft, dann lässt die Legeleistung auch bei guter Nährstoffversorgung nach.


Diese Hühner legen lange EierWelche Rassen legen besonders lange?

Einige Rassen sind dafür bekannt, dass die Hennen auch noch nach mehreren Jahren Eier legen.

Das sind zum Beispiel:

  • Marans
  • Araucanas
  • Westfälische Totleger

Warum hört das Eierlegen auf?

Auch wenn sie sich in der Art der Fortpflanzung deutlich unterscheiden, so teilen doch weibliche Vögel und weibliche Säugetiere eine Gemeinsamkeit: Die Eianlagen existieren bereits beim Schlupf beziehungsweise bei der Geburt, während männliche Tiere die Spermien immer wieder neu produzieren.

Deshalb ist der Eivorrat irgendwann einmal erschöpft beziehungsweise es stehen keine fitten Eianlagen mehr zur Verfügung. Die Henne besitzt im Gegensatz zum Menschen statt zwei nur einen Eierstock. Dennoch reift bei ihr genauso in jedem Zyklus ein Ei heran. Der Eisprung findet hier nur viel öfters statt – bei der Hybridhenne über 300-mal im Jahr.


Kommen Hennen in die Wechseljahre?

In gewisser Weise kann man sagen, dass die „Menopause“ schuld daran ist, dass die Henne kein Ei mehr legt. Natürlich gibt es bei der Henne keine Menopause wie beim Menschen, aber in der Tat ist das in etwa damit vergleichbar. Der Vorrat an vitalen Eiern ist erschöpft beziehungsweise die Eierstöcke geben keine Eizellen mehr frei, der Hormonpegel nimmt ab und es können keine gesunden Eier mehr heranreifen. Der Legezyklus ist beendet. Da hilft auch kein energiereiches Futter mehr.

Fazit: Das Ende der Legefähigkeit ist altersbedingt. Dem Huhn mangelt es an der nötigen Lebensenergie, um gesunden Nachwuchs hervorzubringen. Kurz vor dem absoluten Legeende werden die Eier oft kleiner. Auch Deformationen und Windeier treten nun vermehrt auf. Bei älteren Hühnern ist oft der Stoffwechsel heruntergekurbelt. Sie sind allgemein träger und bewegen sich weniger, die Krankheitsanfälligkeit steigt.

Wie lange legen Hühner Eier? Bis zum Tod?

Hennen, die keine Eier mehr legen, landen normalerweise in der Suppe. Doch auch wenn die Hennen keine Eier mehr legen, ist ihr Leben rein theoretisch noch nicht zu Ende. Das Höchstalter liegt bei etwa fünf bis zehn Jahren. Ein zehnjähriges Huhn legt wahrscheinlich keine oder nur noch sehr selten ein Ei und ist schon recht alt. Bei den meisten Hennen ist die fruchtbare Phase nach spätestens sechs Jahren vorbei. Ausnahmen bestätigen natürlich auch hier die Regel.

Neben dem Höchstalter gibt es noch ein Rekordalter. Das liegt derzeit bei 16 Jahren. Das betreffende Huhn steht im Guinessbuch der Rekorde.

Schon gewusst? Das Höchstalter ist die Lebenserwartung, die ein Tier im Extremfall erreichen kann. In der Obhut des Menschen leben Tiere zumeist länger als in der freien Wildbahn.

Die Theorie unterscheidet sich hier deutlich von der Praxis. Die meisten Wildhühner sterben bereits im Kükenalter. Durch eine hohe Nachkommenzahl gleichen die Vögel die enormen Verluste wieder aus. Eine große Rolle bei der Regulierung in der freien Wildbahn spielen die Beutegreifer.

Es ist also nur natürlich, immer wieder mal Hennen auszusortieren und der Küche zuzuführen. Die Alten machen Platz für die Jungen und stellen der nachfolgenden Generation ihre Ressourcen zur Verfügung. Das ist der Lauf der Natur.


Beeinflusst die Rasse die Lebenserwartung?

Ja, auf jeden Fall. Hybridhühner bringen nach etwa zwei Jahren keine befriedigende Legeleistung mehr. Lässt man sie weiterleben, dann erreichen sie ungefähr ein Alter von drei bis fünf Jahren.

Das jeweilige Zuchtziel beeinflusst die Lebenserwartung maßgeblich. Bei Masthühnern legen die Züchter darauf weniger Wert als bei den alten Legerassen. Ein Orpingtonhuhn stirbt meist im Alter von drei bis sechs Jahren, legt aber zumeist bis zu seinem Tod wenigstens noch ein paar Eier. Brahmas sind dafür bekannt, dass sie bei starker Aufregung schnell einem Herzschlag erliegen.

Beispiele für kurzlebige Hühner:

  • Hybridhühner
  • Orpington
  • Brahma

Beispiele für langlebige Hühnerrassen:

  • Schweizerhuhn
  • Spanier
  • Augsburger
Schon gewusst? Die Lebenserwartung steht häufig, wenn auch nicht immer, in Relation zum Körpergewicht. Große, massige Masthühner sterben in der Regel früher als kleine und leichte Hennen. Die größere Körpermasse belastet den Organismus. Das ist ein bisschen wie beim Bernhardiner und beim Dackel. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen.