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Muschelkalk und Grit für gesunde Hühner

Hühner sind Steinfresser, sogenannte Lithophagen. Diese Eigenschaft teilen sie mit vielen anderen Vögeln und auch mit den inzwischen ausgestorbenen pflanzenfressenden Dinosauriern. Die im Magen befindlichen Steine nennt man „Gastrolithen“ oder einfach nur Magensteine.

Hinweis: Deshalb ist es wichtig, den Hühnern mit dem Futter auch Grit und Magenkiesel anzubieten.

Wozu benötigt das Huhn Grit oder Muschelkalk?

Muschelkalk für HühnerGrit beziehungsweise Muschelkalk ist ein wichtiges Zusatzfutter.

Es bietet den Hühnern folgenden Nutzen:

  • Verdauungshilfe
  • gesicherte Kalziumversorgung

Verdauungshilfe

Hühner schlucken Steine, um dem Muskelmagen bei der Zerkleinerung der Nahrung zu helfen. Schließlich besitzen die Vögel keine Zähne und schlucken das Essen unzerkaut hinunter. Die Magenkiesel zermahlen die Körner und anderes Futter auf eine simple Weise. Das Huhn ist mithilfe der Steine dazu in der Lage, das Futter gut zu verdauen und die Nährstoffe optimal zu verwerten.

Kalziumversorgung

Der zweite Grund ist die bessere Kalziumversorgung. Grit enthält besonders viel Kalzium. Diesen Mineralstoff benötigt das Huhn zum Erhalt einer gesunden Knochensubstanz. Legehennen brauchen besonders viel Kalzium zur Bildung einer festen Schale.

Ein Mangel verursacht Eier mit dünnen und brüchigen Schalen oder sogenannte Windeier, die weich wie Gummi sind. Ohne Grit würden die meisten Hühner zu wenig Kalzium aufnehmen. Weitere Folgen des Kalziummangels sind Skelettdeformationen und eine verminderte Legeleistung. Kalziummangel ist auch eine häufige Ursache für Federpicken und andere Verhaltensauffälligkeiten.

Schon gewusst? Nimmt die Legehenne zu wenig Kalzium über die Nahrung auf, dann zieht sie den Mineralstoff aus den Knochen. Bei einem ausgeprägten Mangel stellt sie die Eiproduktion ganz ein. Um ein Ei zu produzieren, braucht das Huhn etwa zwei Gramm Kalzium.

Ist Grit und Muschelkalk dasselbe?

Nein. Grit und Muschelkalk sind sich ähnlich und dennoch verschieden. Beide Produkte sind als Zusatzfutter für Hühner sehr wichtig und bieten den gleichen Nutzen hinsichtlich der Kalziumversorgung.

Der Hühnerhalter entscheidet sich entweder für Grit oder für Muschelkalk oder füttert beides zu. Grit und grober Muschelkalk übernehmen die Funktion eines Magensteins und unterstützen die Verdauung. Fein zermahlener Muschelkalk dient nur der Mineralstoffversorgung.


Muschelkalk für HühnerWas ist Grit?

Grit ist ein Zusatzfutter für Hühner. Es besteht je nach Produkt aus Magenkieseln und zerkleinerten Austern- und anderen Seemuschelschalen.

Eine weitere Bezeichnung ist Muschelschrot. Bei genauer Betrachtung sieht man ganz deutlich die Muschelschalenteile. Diese stammen von den Gehäusen erst kürzlich verstorbener Tiere.


Grit für HühnerWas ist Muschelkalk?

Muschelkalk ist sehr viel älter. Es handelt sich hierbei aber nicht um fein zermahlene Muschelschalen heute lebender Molusken, sondern um Teile einer uralten Gesteinsschicht.

Diese entstand vor etwa 250 Millionen Jahren durch die Ablagerungen von Muschelschalen unter hohem Druck.

Muschelkalk enthält die Mineralien Aragonit, Kalzit sowie etwas Dolomit, Ton, Quarz und Gips.


Was sind Magenkiesel?

Magenkiesel sind kleine Steinchen, die das Huhn im Freilauf aufnimmt und die dem Tier bei der Verdauung helfen. Die Magenkiesel helfen auch dabei, Muschelgrit der Verwertung zuzuführen.

Magenkiesel sind in vielen Futtermitteln, beispielsweise im Geflügelgrit, inform von kleinen Quarzsteinchen enthalten. In der Regel versorgen sie den Organismus jedoch nicht mit Kalzium, sondern unterstützen nur die Verdauung.


Braucht jedes Huhn Magenkiesel?

Kalzium braucht jedes Huhn, rein theoretisch gibt es jedoch Situationen, in denen die Tiere keine Magenkiesel benötigen. Fressen die Hühner nur Pellets und wirklich gar nichts anderes, dann sind die Magensteinchen an und für sich überflüssig. Im Zusammenspiel mit Wasser verwandeln sich die Futterpellets in einen leicht verdaulichen Brei.

Hühner mit Auslauf nehmen aber so gut wie immer auch Sämereien, Körner und Insekten mit hartem Chitinpanzer auf. Sie benötigen deshalb kleine Steinchen zur Verdauung.


Fütterungsempfehlungen

Muschelgrit mischt man unter das Körnerfutter oder stellt es extra rund um die Uhr zur Verfügung. In vielen Körnerfuttermischungen ist Grit bereits in ausreichender Menge enthalten. Auch Lege- und Aufzuchtfuttermitteln ist oft Muschelkalk oder eine andere Kalziumquelle beigefügt. Meist steht auf der Packung, ob es sich um ein Alleinfutter handelt.

Muschelkalk gibt es als Pulver, in feiner Körnung oder mit einer Körnungsgröße von zwei bis vier Millimetern. Der fein zermahlene oder fein gekörnte Muschelkalk eignet sich gut für Küken und heranwachsende Jungtiere.

Ältere Hühner nehmen gerne die gröberen Steinchen, die dabei helfen, die Körner im Magen zu zerkleinern.

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Kalziumbedarf eines Huhns

Der Kalziumanteil an der Gesamtfuttermenge liegt im Idealfall bei etwa vier Prozent. Ein erwachsenes Legehuhn braucht zwischen vier und fünf Gramm Kalzium täglich.

Unser Tipp: Wer sein Futter selbst zusammenstellt, muss auf eine ausreichende Kalziumversorgung achten. Das Beifügen von Muschelkalk beziehungsweise Grit ist hier unerlässlich. Es ist kaum möglich, Kalzium überzudosieren. Am besten stellt man den Hühnern das Grit in einem separaten Trog zur Verfügung. Die Tiere wissen instinktiv, wie viel ihnen gut tut und nehmen das Zusatzfutter in der erforderlichen Menge auf.
Schon gewusst? Um Eier zu produzieren, benötigt das Huhn nicht nur Kalzium, sondern auch andere Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Phosphor, Mangan, Vitamin D3 und Zink. Eine Mangelernährung ist trotz Grit und Muschelkalk möglich. Phosphor ist der Gegenspieler von Kalzium.

Spezielle Grit-Mischungen

Im Handel gibt es hin und wieder Spezialmischungen, zum Beispiel Grit mit beigemengten Rot- und Quarzsteinen. Auch mit Vitaminkörnchen angereichertes Zusatzfutter sichert die Versorgung des Huhns mit lebenswichtigen Nährstoffen. Neben Muschelschalen enthalten manche Produkte Korallalgen.


Eierschalen als Kalziumquelle?

Viele Hühnerhalter suchen nach einer preiswerten Alternative und füttern ihren Hühnern kleingehackte Eierschalen. Eierschalen sind ebenfalls gute Kalziumlieferanten und sie schaden den Tieren auch nicht, doch sie führen hin und wieder zu schlechten Gewohnheiten.

Auf jeden Fall sollten die Schalen beim Verfüttern sauber und zerkleinert sein, denn manche Hennen kommen schnell auf den Geschmack und picken fortan ihre eigenen Eier und die der anderen Hennen an.