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Warum legen Hühner Eier?Warum legen Hühner Eier?

Warum legen Hühner Eier? Natürlich, um sich fortzupflanzen. Ohne Eier gäbe es schließlich kein Huhn. Aus Sicht des Menschen ist das aber nicht der einzige Grund. Hühnereier sind eine beliebte Delikatesse.


Was macht das Küken im Ei?

Ganz klar, es will wachsen und leben. Das Ei dient dem Vogel zur Fortpflanzung. Ohne Eier gäbe es auch keine Vögel. In dem Ei wächst das Küken heran.


Wie kommt das Küken ins Ei?

Die Sache mit den Blümchen und den Bienchen lassen wir jetzt mal weg. Vermutlich weiß jeder, wie kleine Küken entstehen. Der Hahn bestei

gt die Henne, in der Fachsprache „treten“ genannt. Er gibt seinen Samen in die Kloake der Henne. Wie beim Menschen auch befruchtet der Samen das Ei.

Was dann passiert, unterscheidet sich von dem, was im Körper eines weiblichen Säugetiers geschieht. Beim Säugetier nistet sich die befruchtete Eizelle in der Gebärmutterschleimhaut ein. Beim Huhn erhält das befruchtete Ei eine schützende Hülle.


Warum legen Hühner Eier ohne Küken zu ziehen?

Hühner legen Eier ohne Küken auszubrütenDiese Frage stellen sich viele Menschen. Dass Hühner Eier legen, um für Nachkommen zu sorgen, ist logisch. Aber warum tun sie das jeden Tag und ohne Hahn? Das erscheint zwar irgendwie unnatürlich, ist es aber nicht.

In der freien Wildbahn legen die Hühner ihre Eier in ein Bodennest. Ist dieses Nest voll, beginnen sie mit dem Brüten. Viele Haushühner tun das heute noch so.

Nimmt man ihnen die Eier nicht weg, sondern lässt sie liegen, dann sitzen sie meist nach dem zehnten bis zwanzigsten Ei auf dem Nest fest. Sie legen dann selbst keine Eier mehr, sondern brüten etwa 21 Tage lang, bis die Küken schlüpfen.


Legen Vögel Eier zum Essen?

Sie tun das indirekt, also eher unbeabsichtigt. In der Natur ziehen viele Vögel mehrmals im Jahr eine Brut auf. Sind die Küken flügge, folgt ein weiteres Gelege. Nun hat nicht nur der Mensch die Eier zum Fressen gerne, sondern auch zahlreiche andere Tiere wie Marder, Füchse und Igel.

Es kommt also immer wieder vor, dass ein Gelege im Magen eines hungrigen Räubers verschwindet. Und was macht daraufhin die Henne? Sie legt erneut Eier, bis das Nest wieder voll ist, um daraufhin abermals zu brüten.

Genau das tut das Haushuhn auch. In diesem Fall sind wir die gefräßigen Räuber, die das Ei klauen und die Henne somit immer wieder aufs Neue zum Legen animieren. Das ständige Nachlegen ist in gewisser Weise ganz natürlich.

Selektion auf Legeleistung

LegehühnerEinen kleinen Unterschied gibt es dennoch. In der freien Wildbahn selektiert die Natur. Hier überleben nur solche Individuen, die ihre Ressourcen geschickt einteilen und die ihnen zur Verfügung stehende Energie effektiv nutzen. So viele Eier wie ein Haushuhn legt deshalb kein Wildvogel.

Im bäuerlichen Umfeld betreibt der Mensch die Auslese. Da er möglichst viele Eier verzehren möchte, bevorzugt er die legefreudigsten Hennen. Diese besitzen das Privileg, nicht der Auslese zum Opfer zu fallen, sondern sich weiter fortpflanzen zu dürfen. Um ihre Ressourcen brauchen sie sich nicht zu kümmern, denn der Mensch schafft ausreichend Futter herbei und sorgt für ihren Schutz.

Somit gibt es zahlreiche Hühnerrassen, die viel mehr Eier legen, als für die Fortpflanzung nötig wäre. Manche Rassen besitzen gar keinen ausgeprägten Bruttrieb mehr. Dieser wurde einfach weggezüchtet.


Warum legen Hühner im Winter Eier?

Ganz klar ist der Frühling die bevorzugte Zeit, um Junge in die Welt zu setzen. Das ist bei den Hühnern ganz genauso. Viele Hennen besitzen diesen Urinstinkt nach wie vor. Im Spätherbst gehen sie in eine Legepause. Das heißt, sie legen im Winter gar keine oder nur noch wenige Eier. Ab Februar geht es dann zumeist wieder los.

Dennoch gibt es auch Hühner, die im Winter legen. Das liegt häufig an der Rasse, denn auch hier betrieben die Züchter eine gezielte Auslese, die jene Tiere bevorzugte, die eben die Neigung besaßen, den Winter zum Frühling zu machen.

Kunstlicht macht den Winter zum Frühling

Üblich ist zudem die Arbeit mit Kunstlicht. Die Tageslänge beeinflusst den Legezyklus der Hühner. Je kürzer die Tage, desto näher rückt der Winter. Je länger die Tage, desto mehr Wärme und Sonne verspricht die nachfolgende Zeit. Indem der Hühnerhalter mit Kunstlicht den Tag verlängert, simuliert er den baldigen Frühlingsbeginn und die Hennen geraten in Legestimmung.


Warum legen Hühner Eier ohne Hahn?

Gegenfrage: Warum haben Frauen jeden Monat einen Eisprung, wenn sie letztendlich doch kein Kind austragen? Genauso ist es beim Huhn. Bei der Frau reift jeden Monat ein Ei heran. Wird es nicht befruchtet, spült es die Monatsblutung aus dem Körper. Hennen bekommen zwar keine Menstruation, aber vom Prinzip her ist es das Gleiche.

Gut zu wissen: Es gibt Tiere, bei denen der Geschlechtsakt den Eisprung auslöst, und solche, bei denen der Eisprung einem regelmäßigen Zyklus folgt. Bei der Henne ist das ähnlich wie beim Menschen, nur dass der Zyklus recht kurz ist.

Unabhängig von der Anwesenheit eines Hahns reift in der Henne jeden Tag ein Ei heran. Ihr Körper behandelt das unbefruchtete Ei wie ein befruchtetes und stattet es mit einem Dotter zur Ernährung des Kükens und einer schützenden Kalkhülle aus.

Ist das nicht kontraproduktiv?

Natürlich macht das für die Henne selbst keinen Sinn. Es ist nur unnötig verschwendete Energie. In der Natur kommt so etwas auch nur extrem selten vor. Meistens buhlen gleich mehrere Hähne um die Gunst der Hennen, sodass unbefruchtete Eier eher eine seltene Ausnahme sind. Tritt der Hahn eine Henne, dann bleibt das Sperma im Körperinnern rund zehn bis 14 Tage befruchtungsfähig.