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Wyandotten

Ursprungsland
Amerika (New York)
Eigewicht
55 Gramm
Legeleistung
180 Eier / Jahr
Gewicht Hahn
3,60 Kg
Gewicht Henne
2,70 Kg
Bruttrieb
Flugfähigkeit
Wyandotten Hühner

Die Wyandotten ist seit dem Einzug in unsere Gefilde unter Hobbyhaltern und in der Zucht gleichbleibend stark vertreten.

Das ausgeprägte Interesse an den Wyandotte-Hühnern beruht auf ihrem großen Nutzen, der enormen Varianz in puncto Optik und einem leichten Handling.

Bei der Wyandotte stimmt also das Gesamtpaket!


Legeleistung und Details zum Ei

Legeleistung der WyandottenDas Zuchtziel der Wyandotten war ursprünglich darauf ausgerichtet, eine möglichst große Wirtschaftsleistung zu erreichen – viele Eier und die Tauglichkeit als Tafelhuhn mit guter Futterverwertung.

Und auch heute noch ist die Wyandotte ein tolles Wirtschaftshuhn:

Es hat nicht nur einen ordentlichen Schlachtkörper und ist damit mastgeeignet, sondern legt auch eine beachtliche Menge Eier.

Legeleistung der Wyandotten

Die Legeleistung hält sich in den ersten zwei Legejahren bei etwa 180 Eiern. Obgleich das Wyandotte-Huhn legefreudig ist, bricht die Legequote phasenweise ein und zwar:

  • Während der Brut,
  • in der Mauser
  • und im Winter (Ausnahmen möglich).

Wyandotten Eierfarbe

Die Eier sind in Abhängigkeit zum jeweiligen Farbschlag gelb, creme oder braun in unterschiedlichen Schattierungen.

Eigewicht

Sie wiegen durchschnittlich 55 g mit leichten Abweichungen, die im Zusammenhang mit den unterschiedlichen Farbschlägen und dem Alter der Henne stehen. Das Bruteimindestgewicht liegt bei 54 Gramm.

Wyandotten Küken und Brutlust

Für den Nachwuchs sorgte die Henne gern selbst. Ihr Bruttrieb ist stark ausgeprägt und wird schnell zum vorrangigen Bedürfnis.

Wyandotten Küken

Haltung

Die Wyandotten sind vom Gemüt sehr umgänglich und angenehm. Die Hühner gewöhnen sich schnell an die tägliche Routine und haben Freude daran, ein Teil davon zu sein. Aufgrund ihrer freundlichen Art sind sie das perfekte Familien- und Einsteigerhuhn.

Die Vergesellschaftung mit anderen Hühnerrassen ist prinzipiell möglich, sofern die andere Rasse ebenso tolerant auf Neuzugänge reagiert, wie die Wyandotte selbst.


Freilauf und Hühnerstall

Wyandotten Huhn im FreilaufAufgrund ihrer üppigen Erscheinung, hält sich das Gerücht, Wyandotten könnten nicht fliegen. Doch das ist nicht ganz richtig. Ausgewachsene Wyandotten zählen zwar nicht zu den Vielfliegern, Pauschalaussagen über ihre Flugfähigkeit sind damit aber nicht getroffen. Je nach Einzelcharakter und Farbschlag kann es Unterschiede geben.

Prinzipiell stimmt es aber, dass die Einfriedung vergleichsweise niedrig gewählt werden kann. Eine Höhe von 1 bis 1,5 m ist ausreichend.

Weil die Wyandotte-Hühne bei einkehrender Dunkelheit von selbst wieder zurückkommen, können sie auf verschiedene Weise gehalten werden: Im vollständigen Freilauf ohne etwaige Einfriedungen oder in einem begrenzten Gehege.

Dass die Wyandotten mit vergleichsweise wenig Aufwand gehalten werden können, hängt auch mit ihrer Kälteresistenz zusammen. Ihr dichtes Federkleid und der kälteunempfindliche Kamm machen sie zu einer robusten Hühnerrasse, die auch bei widrigen Witterungsbedingungen ohne Schutzvorrichtung auskommen kann.

Wyandotten ernähren sich bei ausreichend Freilauf weitgehend selbst. Damit kommen die Hühner vor allem für Halter infrage, die autark leben und im Sommer nicht zufüttern möchten.


Herkunft

Das Wyandotte-Huhn findet seinen Ursprung im 19. Jahrhundert in den USA, New York. Die erste nachvollziehbare Anerkennung erfolgte dort im Jahre 1883.

Über die Namensherkunft existieren verschiedene Theorien.

Eine von ihnen besagt, der Name ginge auf einen nordamerikanischen Indianerstamm zurück, der sich selbst als Wyandot bezeichnet.Ursprung der Hühnerrasse

Einer anderen Ansicht zufolge sind die Hühner nach einem Schiff benannt.

Sowohl die erste als auch die zweite Erklärung stellen einen sinnvollen Zusammenhang zwischen dem Wyandotte-Huhn und dem Ursprung desselben her.

Nachdem die Wyandotten in den USA erzüchtet worden waren, wurden sie per Schiff in europäische Länder ausgefahren.

Während sich die Zuchtbemühungen zu Anfang (ab 1865) noch auf wirtschaftliche Aspekte konzentrierten (starke Legeleistung, guter Fleischansatz, geringer Futterbedarf, Wetterhärte und wenig pflegerischer Einsatz) kamen schnell optische Komponenten hinzu. Die Hühner sollten die Zeichnung der Silver-Sebright Zwergrasse tragen. Nach einigen fehlgeschlagenen Zuchtversuchen gelang die Kreuzung der Silber-schwarzgesäumten Wyandotte. In den kommenden Jahren kamen neue Farbschläge hinzu.

Die Zucht erschuf aber nicht nur einen Farbschlag nach dem anderen, sondern auch die Zwergform der Wyandotten.

Nachdem die klassische Hühnerhaltung von der Massenzucht und die Wyandotte vom Hybrid-Huhn abgelöst worden war, verlor die Wyandotten-Zucht an Relevanz. Umso bedeutender sind die derzeitigen Bemühungen in der Erhaltungszucht. In Deutschland wird diese wichtige Aufgabe von verschiedenen Sondervereinen übernommen.


Optik

Das Wyandotte-Huhn hebt sich vor allem durch seine äußeren Merkmale von anderen Hühnern ab.

Anerkannte Wyandotten Farbschläge

Wyandotten FarbenInnerhalb der eigenen Rasse gibt es unzählige Farbvarianten.

Zu den vom BDRG anerkannten Farbschlägen zählen:

  • Weiß
  • Schwarz
  • Gestreift
  • Blau
  • Rotanf
  • Gelb
  • Schwarz-weißgescheckt
  • Braun-porzellanfarbig
  • Goldhalsig
  • Silberhalsig
  • Rebhuhnfarbig-gebändert
  • Silberfarbig-gebändert
  • Weiß-schwarzcolumbia
  • Weiß-blaucolumbia
  • Gelb-schwarzcolumbia
  • Silber-schwarzgesäumt
  • Gold-schwarzgesäumt
  • Gold-blaugesäumt
  • Gold-weißgesäumt
  • Gelb-schwarzgesäumt

Die genaue Entstehungsgeschichte all dieser Farbschläge ist nicht mehr nachvollziehbar. Es ist aber davon auszugehen, dass der erste Farbschlag (Silber-schwarzgesäumt) auf die Kreuzung von Silber-Sebrights, Silber Paduaner und Cochin zurückzuführen ist.

Körperbau

Die Körperstatur der Wyandotten ist kräftig mit nach vorn gewölbter Brust. Das Wyandotte-Huhn ist etwas höher als breit.

Vor allem die Hennen lassen ihre Legetätigkeit durch einen massigen und dicht befiederten Hinterleib erahnen.

Die Augen der Wyandotten sind, unabhängig vom Farbschlag, leuchtend orange und treten leicht hervor.

Das Gesicht, der Rosenkamm, Ohr- und Kehllappen sind von kräftigem Rot.

Der Schnabel ist gebogen und gelb.

Die Läufe sind gelb und nicht befiedert.

Gefieder und Federn

Henne und Hahn lassen sich je nach Farbschlag anhand des Gefieders voneinander unterscheiden. Bei einfarbigen Schlägen ist das Federkleid der Hennen weniger farbintensiv als das der Hähne.

Ansonsten sind beide Geschlechter vor allem an der Hals- und Kopfzeichnung zu erkennen. Die Henne trägt in diesen Bereichen die gleiche Zeichnung des Mantelbehangs. Der Hahn zeigt an dieser Stelle hingegen eine andersartige Musterung.

Wyandotten Hahn und Henne

Wyandotten Hahn und Henne entwickeln ein ähnliches Körpergewicht. Die Hähne kommen auf 3,4 – 3,8 kg, die Hennen liegen bei einer Spanne von 2,5 – 3 kg.