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Kleine Hühnerrassen – 10 geeignete Zwerghühner für Anfänger

Viele Hühnerhalter fangen ganz klein an. Mit Zwerghühnern, denn kleine Hühnerrassen sind beim Einsteiger besonders beliebt. Hühnerneulinge stehen den großen Tieren oft noch skeptisch gegenüber und trauen sich den Umgang mit den kleineren Vögeln eher zu.


Zwerghühner: Hühner für den kleinen Garten

Hühner sind Herdentiere. Sie fühlen sich nur im Beisein zahlreicher Artgenossen wohl. Wer in seinem Garten eigentlich nur Platz für ein oder zwei große Hühner hätte, kann mit den Zwerghühnern den Traum einer eigenen Hühnerschar verwirklichen.

Kleine Hühnerrassen bieten den Vorteil, dass sie weniger Stallfläche benötigen. Das macht sie insbesondere für die Haltung in Wohnsiedlungen und bei geringem Platzangebot interessant. Die Tiere laufen tagsüber im Garten und sitzen nachts eng nebeneinander auf der Stange. Viel Platz im Hühnerstall brauchen sie deshalb nicht. An und für sich genügt für eine drei- bis vierköpfige Zwerghuhnschar ein Quadratmeter Fläche.


10 geeignete Zwerghühner für Anfänger vorgestellt

Rasse 1: Serama – Die kleinste Hühnerrasse der Welt

Mit einem Gewicht von 225 bis 600 Gramm bei den Hähnen und 170 bis 525 Gramm bei den Hennen sind die Serama-Hühner einfach nur niedlich. Die kleinen Hühnchen existieren in nahezu unzähligen Farbvarianten. Sie besitzen eine imposante Erscheinung mit einer üppigen Schwanzbefederung. Auffallend ist die stolze Haltung der Hähne.

Serama Hühner

Bei einer Lebenserwartung von rund acht Jahren bereiten die hübschen Zwerghühner lange Zeit Freude. Sie lassen sich leicht zähmen und entwickeln sich schnell zu anhänglichen Haustieren, an denen auch Kinder Gefallen finden. Seramas fliegen sehr selten. Die Hähne krähen relativ leise.


Rasse 2: Zwerg-Orpington

Zwerg-Orpingtons sehen ihrem großen Vorbild entsprechend wie Würfel aus. Sie besitzen ein dichtes Gefieder und sind kompakt gebaut. Die Hähne erreichen ein Gewicht von bis zu 1,5 Kilogramm. Diese wetterfeste Rasse gehört deshalb zu den größeren Zwerghühnern für Anfänger. Dafür gibt es sie in verschiedenen Farben und es sind sehr friedliche und ruhige Tiere.


Rasse 3: Zwerg-Barnevelder

Flugfaul und friedlich ist auch der Zwerg-Barnevelder. Die Hähne werden bis zu 1,2 Kilogramm schwer und sind Menschen gegenüber friedlich. Die genügsamen, winterharten Zwerghühner eignen sich gut für kleine Gärten und lassen sich leicht zähmen.

Zwerg Barnevelder sind ideale Zwerghühner für Anfänger

Es stehen verschiedene Farbschläge zur Auswahl.


Rasse 4: Zwerg-Wyandotten

Ebenfalls zu den schwereren Zwerghühnern zählen die Zwerg-Wyandotten. Die kompakten Hühner begeistern mit einer guten Legeleistung. Etwa 160 Eier legt eine Henne im Jahr.

Wyandotten sind perfekt für Anfänger

Vom Wesen her sind die Tiere ruhig, fast schon etwas behäbig. Die kompakten Hühner vertragen fast jedes Wetter.


Rasse 5: Zwerg-Cochin

Das Zwerg-Cochin stammt aus China. Es ist kompakt, sehr flauschig und sieht aus wie ein Federball mit befiederten Füßen. Dieses Zwerghuhn ist kein guter Flieger und besitzt einen ruhigen und ausgeglichenen Charakter.

Zwerg-Cochin sind perfekte Zwerghühner

Hähne erreichen ein Gewicht von maximal 850 Gramm. Mit 80 Eiern im Jahr ist die Legeleistung mäßig.

Schon gewusst? Das Zwerg-Cochin ist keine Zwergform der Cochins. Die beiden Hühnerrassen haben unterschiedliche Wurzeln. Große Cochins erreichen ein Gewicht von über vier, manchmal auch fünf Kilogramm.

Rasse 6: Zwerg-Welsumer

Mit 180 dunkelbraunen Eiern im Jahr gehören die Hennen der Zwerg-Welsumer zu den legefreudigeren Zwerghühnern für Anfänger. Hähne erreichen ein Gewicht von bis zu 1300 Gramm. Die Tiere sind winterhart und genügsam, dabei neugierig und dem Menschen zugewandt.


Rasse 7: Zwerg-Seidenhuhn

In der Liste der Zwerghühner für Anfänger darf das Seidenhuhn nicht fehlen. Die Tiere sind ruhig, schnell zutraulich und wunderschön kuschelig. Sie besitzen ein flauschiges Federkleid, das sie in der Hühnerwelt einzigartig macht.

Kleine Hühnerrassen - Die Zwergseidenhühner

Das extravagante Gefieder ist auch der Grund für die Flugunfähigkeit dieser possierlichen Hühner. Weitere Besonderheiten sind die schwarz-blaue Haut und das dunkle Fleisch. Außerdem befinden sich an jedem Fuß fünf Zehen.


Rasse 8: Zwerg-Araucana

Bis zu 850 Gramm bringt ein stattlicher Araucana-Zwerghahn auf die Waage. Rund 120 Eier legt die Henne dieser lebhaften Rasse mit den imposanten Federfüßen, der ausgeprägten Halskrause und dem fehlenden Schwanz.

Araucana Zwerghühner - Attraktive kleine Hühnerrasse

Das Besondere daran ist die Eifarbe. Diese ist grün. Das Grünlegerhuhn zeigt ein freundliches Wesen, besitzt aber einen mitunter starken Freiheitsdrang. Zwerg-Araucanas sind gute Flieger, die einen dementsprechend hohen Zaun benötigen.

Unser Tipp: Zwerg-Araucanas sind Ausbruchskünstler. Sinnvoll ist das Stutzen der Flügel. Hierzu kürzt man die Handschwingen auf einer Seite um einige Zentimeter mit der Schere. Das tut den Tieren nicht weh.

Rasse 9: Zwerg-Brahma

Wer sich ein Zwerghuhn für Anfänger wünscht, denkt dabei wahrscheinlich an ein kleineres Exemplar. Verglichen mit dem über fünf Kilo schweren Original ist der bis zu 1,7 Kilogramm schwere Zwerg-Brahma aber tatsächlich ein Zwerg.

Zwerg-Brahma als kleine Hühnerrasse

Wer sich für die sanften Riesen begeistert, aber weniger Platz zur Verfügung hat, sollte über diese Alternative nachdenken. Die friedfertigen Tiere sind an den Füßen befiedert.


Rasse 10: Chabo

Chabos sind aus China nach Japan eingeführte Zwerghühner. Da die Hähne relativ leise krähen, eignen sich die Chabos für die Haltung in Wohnsiedlungen.

Stolze Zwerghühner - Chabo Hühner

Mit ihrem niedlichen Aussehen ist diese kleine Hühnerrasse der Liebling der Kinder. Chabos besitzen kurze Füße, eine stolz aufgerichtete Brust und einen langen Schwanz, der aufrecht getragen den Kopf überragt. Es gibt viele schöne, bunte Farben.


Brauchen Zwerghühner tatsächlich weniger Auslauf?

Die Antwort lautet: Jein! Der Bewegungsbedarf ist rassen- und nicht größenabhängig. Ein schlanker, beweglicher Körperbau bringt oft eine gesteigerte Agilität mit sich.

Rassen wie der Zwerg-Spanier und der Bantam verdeutlichen dies. Sie fliegen hoch und weit und sind fast immer in Bewegung. Sie brauchen ausreichend Auslauf und ein besonders gut gesichertes Gehege.

Sehr viel ruhiger sind zum Beispiel Zwerg-Orpingtons oder Seidenhühner. Das sind die perfekten Hühner für Anfänger.


Zwerghühner halten – Besonderheiten dieser kleinen Hühner

Zwerghühner sind die kleinere Variante ihrer großen Vettern. Sie benötigen dementsprechend weniger Futter und sind handlicher. Einige Rassen stellen zudem besondere Haltungsansprüche. So kühlen beispielsweise Seramas mit ihrem zierlichen Körper bei starker Kälte schneller aus. Bei Nässe, Wind und Frost benötigen sie einen warmen Unterschlupf.

Achtung Beutegreifer!

Kleine Hühnerrassen sind aufgrund ihrer geringen Körpergröße für viele Beutegreifer leichter zu fangen als Großhühner. Das betrifft vor allem die Jäger der Lüfte. An einen ausgewachsenen Brahma traut sich kaum ein Habicht heran. Ein Zwerghühnchen ist schnell geschlagen. Auch große, stattliche Kater erbeuten hin und wieder ein taubengroßes Hühnchen.

Welche Eigenschaften besitzen Zwerghühner für Anfänger?

Um anfängergeeignet zu sein und dem Einsteiger viel Freude zu bereiten, verfügt das Huhn im Idealfall über folgende Eigenschaften:

  • robuste Gesundheit
  • leicht zu zähmen
  • ruhig und umgänglich
  • akzeptable Legeleistung
  • attraktives Erscheinungsbild
  • standorttreu

Zwerghühner und verzwergte Großrassen

Wer die Liste genauer betrachtet, erkennt wahrscheinlich etliche Hühnerrassen, die es auch in einer größeren Standardversion gibt. Bei den Zwerg-Orpingtons, Zwerg-Welsumern, Zwerg-Barneveldern und vielen anderen handelt es sich um verzwergte Großrassen. Sie sind durch gezielte Zuchtbemühungen entstanden. Sogar der riesige Brahma existiert in einer Zwergform.

Bei den Urzwergen handelt es sich um Hühnerrassen, die nie größer waren. Sie wurden nicht kleiner gezüchtet, sondern sahen schon immer so aus. Zu den Urzwergen gehören zum Beispiel das Chabo- und Serama-Huhn. Auch der zutrauliche, aber temperamentvolle Bantam ist ein Urzwerg. Er eignet sich aufgrund seiner Flugfreudigkeit jedoch nur für gut eingefriedete Gehege.


Ist die Wachtel das bessere Zwerghuhn?

Ein weiterer kleiner Hühnervogel ist die Wachtel. Auch sie legt viele Eier, benötigt wenig Platz und ist relativ anspruchslos.

Wachteln als Alternative zu einer kleinen Hühnerrassen

Vorteile der Wachtel:

  • geringer Platzbedarf
  • für Terrasse und Balkon geeignet
  • hohe Legeleistung
  • günstiger Anschaffungspreis

Nachteile der Wachtel:

  • unscheinbares Aussehen
  • weniger zutraulich
  • flugfreudig und nur für die Voliere geeignet
  • geringere Lebenserwartung
Fazit: Wer die Hühner nur der Eier wegen hält, für den ist die Wachtel durchaus eine Alternative. Mit bis zu 330 Eiern pro Jahr ist die Legeleistung beachtlich. Die Eier sind so gesund, dass man ihnen Heilwirkung zuschreibt.

Als kleinste Hühnervögel legen Wachteln Eier, die nur etwa zehn bis zwölf Gramm wiegen. Im Vergleich dazu bringen es die Eier des Serama-Zwerghuhns auf rund 20 Gramm.

Da große Wachteln nur ein Gewicht von etwa 200 bis 250 Gramm auf die Waage bringen, sind sie auch etwas kleiner als das Serama, das kleinste Zwerghuhn der Welt. Sie benötigen je nach Anzahl einen Auslauf ab ca. zwei Quadratmetern. Wachteln fliegen gerne und sind nicht so standorttreu wie Zwerghühner. Sie benötigen deshalb eine überdachte Voliere.

Wer möglichst lange Freude an seinen Tieren haben möchte, erlebt bei der Wachtel zumeist nach zwei bis maximal fünf Jahren eine herbe Enttäuschung. Dann ist nämlich die Zeit des Vogels abgelaufen. Zwerghühner hingegen erreichen oft ein Alter von acht Jahren und mehr.

Dass Wachteln bei Anfängern weniger beliebt sind, liegt vor allem am schlichten Federkleid. Zwar gibt es mittlerweile unterschiedliche Farbschläge, doch das ist nichts im Vergleich zum Zwerghuhn. Zwerghühner sehen aus wie „echte“ Bauernhofhühner, so wie wir sie aus dem Bilderbuch kennen. Sie ähneln somit dem Prototyp. Manche Menschen erfüllen sich mit einer Zwerghuhnschar einen Kindheitstraum.


Die Tücken kleiner Ställe bei Stallpflicht

Nachts ein kleiner Stall, tagsüber Freilauf. An und für sich ist das völlig in Ordnung. Für ganz kleine Hühnerrassen eignen sich sogar umgebaute Kinderspielhäuser als Nachtquartier. Da spricht nichts dagegen – insofern keine Vogelgrippe im Anmarsch ist! Dann gibt es nämlich eine Stallpflicht.

Das heißt, die Vögel dürfen nicht mehr frei im Garten laufen, sondern müssen in ihrem Häuschen bleiben. Und hierfür sind die Ministälle sogar für Zwerghühner zu klein. Da das alle paar Jahre passiert, sollte man ein solches Szenario vorher einkalkulieren.

Was in einem solchen Fall erlaubt ist, ist ein überdachter Auslauf, beispielsweise eine engmaschige Voliere oder ein mit Volierengitter eingegrenzter Bereich mit wasserdichtem Dach. Dabei kann es sich auch nur um eine Plane oder ähnliches handeln.