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Deutsches Lachshuhn

Ursprungsland
Deutschland
Eigewicht
55 Gramm
Legeleistung
160 Eier / Jahr
Gewicht Hahn
4,00 Kg
Gewicht Henne
3,20 Kg
Bruttrieb
Flugfähigkeit
Deutsches Lachshuhn

Das Deutsche Lachshuhn ist ein freundliches Tier, das ein starkes Vertrauen zu seinem Halter entwickelt kann und sich gut mit ruhigen Hühnerrassen vergesellschaften lässt. Außerdem legt es auch im Winter rund jeden zweiten Tag ein Ei und hebt sich damit von vielen seiner Artgenossen ab.


Legeleistung und Details zum Ei

Legeleistung und Eigewicht des Deutschen Lachshuhns

Das Deutsche Lachshuhn ist ein legefreudiges Zwiehuhn, das seinen Halter auch im Winter mit schmackhaften Eiern versorgt. Allerdings legt es nicht täglich, sondern nur jeden zweiten Tag ein Ei. Die 160 Eier pro Jahr haben eine cremefarbige Schale und wiegen etwa 55 Gramm.

Legeleistung des Lachshuhns

Neben der konstanten Legetätigkeit eignet es sich für die Mast.

Vorteil: Weil das Gefieder des Deutschen Lachshuhns licht und locker ist, geht das Rupfen vergleichsweise schnell.

Deutsche Lachshuhn Küken und Brutlust

Über ihre wirtschaftlichen Vorzügen hinaus haben Deutsche Lachshühner aber leider den Ruf, brutfaul und ungeschickt zu sein. Auf natürlichem Wege reproduzieren sich diese Rassehühner deshalb normalerweise nicht.


Freilauf und Hühnerstall

Lachshühner haben zwar viele Federn, diese liegen allerdings nur locker an, weshalb die Kältedämmung allein über das Gefieder nicht ausreichend funktioniert. Die Hühner brauchen deshalb einen trockenen Unterschlupf.

Außerdem brauchen die Deutschen Lachshühner eine Menge Platz, da sie sich aufgrund der lichten Federn leicht verletzen, wenn sie einander die in die Quere kommen.

Auslauf für das Lachshuhn

Sie brauchen die Fläche aber nicht nur für ihre Ausweichmanöver, sonder auch präventiv für ihr allgemeines Wohlergehen. Auf engem Raum haben einige Individuen nämlich einen Hang dazu, auf ungesunde Weise zuzunehmen.

Die Lachshühner neigen also zum Verfetten und gelten als bewegungsfaul. Weil sie dementsprechend auch kein großes Interesse am Fliegen haben, genügt ein mittelhoher Zaun.


Haltung

Das Deutsche Lachshuhn ist ein liebenswertes Tier, das mit der entsprechenden Herangehensart zutraulich und zahm werden kann.

Weil Deutsche Lachhühner so friedfertig sind, gehen sie Streitigkeiten gerne aus dem Weg. Rassefremde Hühner nutzen diese Gutmütigkeit jedoch oft für ihren Vorteil aus, weshalb die Lachshühner in einer bunten Truppe häufig untergehen. Lediglich die Hähne lassen die Unterdrückungsversuche ihrer Artgenossen nicht kampflos stehen, sondern lehnen sich gegen ihre Konkurrenten auf. Mit einer großen Anzahl an Hennen lassen sich die Streitigkeiten der männlichen Tiere aber reduzieren.

Das treuherzige Deutsche Lachshuhn ist gemächlich und ruhig. Seine unbedachte Art ist jedoch nicht immer förderlich, sondern auch der Grund dafür, dass es herannahende Gefahren erst spät realisiert. Der rettende Unterschlupf sollte deshalb auf kurzem Wege zu erreichen sein.


Geschichte

Das Deutsche Lachshuhn blickt, trotz des irritierenden Namens, auf einen französischen Zuchtbeginn zurück. Ende des 19. Jahrhunderts kreuzte man in das dortige Faverolles (ein französisches Landhuhn mit Zwiefunktion) Dorking-, Sussex, Brahma- und Houdan-Hühner ein. Durch die Verpaarung schwerer Hühnerrassen, sollte ein legekräftiges Fleischhuhn entstehen.

Als die Zucht einige Jahre später innerhalb der französischen Nachbarländer begann, kamen zu den wirtschaftlichen auch einige optische Zuchtkriterien hinzu.

England stieg 1886 als Erstes in das Zuchtgeschehen ein, Deutschland nahm sich daran ein Vorbild und zog 1890 langsam nach.

Noch heute spaltet sich das Lachshuhn in die drei historischen Zuchtlinien (Französisch, Englisch, Deutsch) auf.

Die Rote Liste der Gesellschaft zum Erhalt alter und gefährdeter Haustierrassen stuft das Deutsche Lachshuhn derzeit nicht als gefährdet ein, sieht aber einen Beobachtungsbedarf.

Generell ist den Bestandsdaten sogar ein steter Zuwachs zu entnehmen.

Dieser kommt jedoch nicht von ungefähr, sondern hängt mit dem Zuchtring zum Erhalt Deutscher Lachshühner und dem Sonderverein zusammen, die sich für die genetische Vielfalt der Rassehühner engagieren.

Wer in das Zuchtgeschehen einsteigen will, kann den Sonderverein kontaktieren. Dort hat er die Möglichkeit, Züchter ausfindig zu machen, die ihn in die züchterischen Besonderheiten instruieren. Bei den Deutschen Lachshühnern gibt es im Vergleich zu anderen Hühnerrassen nämlich leichte Abweichungen. So kommt es bei einer überhitzten Brut zu deformierten Zehen. Die Bruttemperatur muss deshalb etwa 0,2 Grad niedriger sein, als man es von anderen Hühnern kennt.

Übrigens: Weil die Temperatur im Brüter verringert werden muss, verlängert sich der Brutprozess um etwa einen Tag.

Optik

Das Deutsche Lachshuhn wird maximal vier Kilo schwer und hat einen breiten Körperbau. Die Brust ragt weit nach vorne raus und das Hinterteil fällt leicht nach hinten ab.

Trotz der prallen Körperform ist es feingliedrig und steht mittelhoch.

Der Hahn hat reichlich Halsbehang, sein Schwanz ist kurz, voll und stark gekrümmt.

Aufgrund der Legefunktion der Henne, wirkt sie sehr kompakt. Auch ihr Schwanz ist nur minimalistisch ausgeprägt.

Der befiederte Kopf ist passend zum restlichen Körper recht breit und rund. Die einzelnen Gesichtspunkte (der mehrfach gezackte Einfachkamm, die Kehl- und Ohrenlappen) sind aber eher klein, wobei der Hahn im Gegensatz zur Henne generell etwas größere Gesichtsmerkmale hat.

Die Kehl- und Ohrenlappen sind aufgrund der Bartbefiederung nicht zu sehen, weshalb deren Farbe nur eine untergeordnete Bedeutung hat – anders als beim Schnabel, der hat einen hellen Ton.

Die Läufe sind ebenfalls fleischfarbig-hell und die Augen, unabhängig vom Farbschlag, orange bzw. rot.

Hinweis: Reinrassige Lachshühner sind daran zu erkennen, dass sie einen Bart und fünf Zehen haben, von denen die äußeren befiedert sind.

Anerkannte Lachshuhn Farbschläge

Obwohl der Rassename auf die lachsfarbene Färbung verweist, sind mittlerweile drei weitere Farbschläge (Weiß, Blau-lachsfarbig und Weiß-schwarz-columbia) anerkannt.

Auf die Zwergvariante treffen die gleichen Farbzeichnungen zuzüglich dem schwarzen Farbschlag zu, der bei den Großhühnern noch nicht im Rassestandard steht.

Übrigens: Bei dem lachsfarbenen Hahn gibt es eine auffällige Besonderheit. Er hat die lachsartige Färbung nämlich nur am Hals. Alle anderen Gefiederpartien sind blau, grün oder schwarz. Demgegenüber ist die Zeichnung beider Geschlechter bei den weißen Farbschlägen weitestgehend gleich.