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Hinweis: Rassevorstellungen folgen…

Wie viele Zwerghühnerrassen gibt es?

Allein in der Liste des Bunds Deutscher Rassegeflügelzüchter sind mehr als 120 anerkannte Zwerghuhnrassen gelistet. Die meisten dieser Rassen lassen sich auf eine Großform zurückführen. Da es in vielen außereuropäischen Ländern mehr Zwerg- als Großhühner gibt, dürften weltweit mehrere Hundert Zwerghühnerrassen existieren.


Welche Zwerghuhnrassen eignen sich für Anfänger?

Viele Zwerghühner-Rassen sind unkompliziert zu halten und deshalb perfekt für den Einsteiger. Darunter befinden sich viele Zwergformen von Großrassen, die sich aufgrund ihres ausgeglichenen Charakters und ihrer Robustheit besonders gut für Anfänger eignen.

Eine Ausnahme bilden die Seramas und Chabos. Die kleinen Urzwerge überzeugen zwar mit ihrer freundlichen und zutraulichen Art, sie sind jedoch nicht so wetterfest wie manch andere Rasse und benötigen vor allem im Winter einen geschützten Unterschlupf.

Unser Tipp: Anfängern, die ihnen genau das bieten können, bereiten die Tiere viel Freude. Die Hähne beider Rassen krähen relativ leise, was vor allem in Wohngebieten Vorteile bringt.

Ebenfalls ein Urzwerg ist das Zwerg-Cochin, auch Peking-Bantam genannt. Es handelt sich hierbei nicht um die Zwergform des großen Cochin, sondern um eine Züchtung aus dem Palast des Kaisers von China.

Hier einige Beispiele von Zwerghühnerrassen für Anfänger:

  • Zwerg-Seidenhuhn
  • Zwerg-Orpington
  • Zwerg-Welsumer
  • Zwerg-Wyandotte
  • Zwerg-Barnevelder
  • Zwerg-Araucana
  • Zwerg-Brahma
  • Zwerg-Cochin
  • Chabo
  • Serama

Welche Vorteile bieten Zwerghühner?

Hühner sind Herdentiere. Das absolute Minimum liegt bei zwei Tieren. Wohler fühlen sich die Vögel allerdings in einer Schar mit vier oder fünf weiteren Artgenossen. Nicht immer ist genug Platz vorhanden, um fünf Großhühnern einen geeigneten Lebensraum zu bieten. Das betrifft nicht nur den Auslauf, sondern vor allem den Stall, in dem die Tiere nachts auf ihren Stangen schlafen.

Zwerghühner sind deshalb eine praktische Alternative für kleine Ställe. Für den Auslauf trifft das jedoch nicht immer zu. Flugfreudige Hühner wie der Bantam und der Zwerg-Spanier sind sehr agil und brauchen ausreichend Bewegungsraum.

Zwerg-Seidenhühner und Zwerg-Orpingtons besitzen hingegen die gemütliche Art der großen Variante. Sie kommen mit weniger Auslauf gut zurecht.

Unser Tipp: Gerade für Hühnerneulinge und Kinder ist die kleinere Variante ideal, denn sie ist handlicher und sieht niedlich aus.

Was sind Urzwerge?

Es gibt Zwerghühnerrassen, von denen eine Großform existiert, und solche, die es nur im Miniformat gibt, die sogenannten Urzwerge. Bei vielen Rassen handelt es sich um verzwergte Großhühner. Diese sind durch züchterischen Ehrgeiz entstanden. Im Gegensatz dazu waren die Urzwerge schon immer so klein. Es gibt sie nicht in einer großen Variante.

Folgende Zwerghühnerrassen zählen zu den Urzwergen:

  • Antwerpener Bartzwerg
  • Watermaalscher Bartzwerg
  • Bosvoorder und andere Bartzwerge
  • Deutsches Zwerghuhn
  • Sebright
  • Serama
  • Chabo
  • Zwerg-Cochin
  • Bantam

Was ist das kleinste Zwerghuhn der Welt?

Die kleinste Hühnerrasse der Welt ist das ursprünglich aus Malaysia stammende Serama. Die zutraulichen und friedlichen Tiere sind nur etwa 15 bis 25 Zentimeter groß. Die Hennen erreichen ein Gewicht von rund 170 bis 520 Gramm. Hähne werden ungefähr 220 bis 600 Gramm schwer.

Die Unterteilung in Farbschläge ist beim Serama nicht üblich. Es gibt insgesamt mehr als 2500 Nuancen, sodass kaum ein Huhn dem anderen gleicht.

Unser Tipp: Aufgrund ihrer geringen Größe sind Seramas eine beliebte Beute von Katzen, Mardern und Greifvögeln. Die meisten Seramas leben deshalb in einer rundum geschützten Voliere.

Sind Zwerghühner immer kleiner als normale Rassen?

Der Zwergbegriff ist relativ zu verstehen. Es gibt durchaus Zwergrassen, die die Größe und das Gewicht eines herkömmlichen Huhns erreichen. Dazu gehören zum Beispiel die Zwergformen besonders stattlicher Hühnerrassen wie Orpington und Brahma. Diese können von der Statur her durchaus mit einem Normalhuhn mithalten. Ein Zwerg-Brahma-Hahn erreicht ein Gewicht von etwa 1,7 Kilogramm, das männliche Exemplar des Zwerg-Orpingtons bringt 1,5 Kilogramm auf die Waage.

Nur wer weiß, dass es sich um die kleine Variante einer Riesenrasse handelt, findet sie niedlich. Mit rund 1,8 Kilogramm sind Zwerg-Malaien-Hähne etwa so schwer wie Legehennen. Im Vergleich dazu wiegt das männliche Annaberger Haubenstrupphuhn nur 1,5 Kilogramm und fällt dennoch nicht in die Kategorie der Zwerge.


Wie viele Eier legt ein Zwerghuhn?

Auch unter den Zwerghühnerrassen gibt es fleißige Leger.

Hier einige Beispiele für Zwerghühner mit guter Legeleistung:

  • Bergischer Zwergkräher: ca. 180 Eier (ca. 40 Gramm)
  • Deutsches Zwerg-Reichshuhn: ca. 180 Eier (ca. 40 Gramm)
  • Zwerg-Rhodeländer: ca. 180 Eier (ca. 45 Gramm)
  • Zwerg-Sulmtaler: ca. 160 Eier (ca. 35 Gramm)
  • Zwerg-Wyandotte: ca. 160 Eier (ca. 40 Gramm)
  • Zwerg-Altsteirer: ca. 160 Eier (ca. 35 Gramm)
  • Zwerg-Barnevelder: ca. 150 Eier (ca. 40 Gramm)
  • Zwerg-Amrock: ca. 140 Eier (ca. 40 Gramm)
  • Zwerg-Andalusier: ca. 100 Eier (ca. 35 Gramm)
  • Watermaalscher Bartzwerg: ca. 100 Eier (ca. 25 Gramm)
  • Serama: ca. 100 Eier (ca. 16 – 25 Gramm)
  • Bantam: ca. 90 Eier (ca. 25 Gramm)

Was kostet ein Zwerghuhn?

Während es die Lege- und Masthybriden oft schon für unter zehn Euro zu kaufen gibt, liegen die Preise für ein Zwerghuhn zumeist deutlich höher. Das liegt daran, dass es keine Zwerghybriden gibt, sondern nur verschiedene Zwerghuhnrassen.

Handelt es sich nicht um Mixe, dann ist das Zwerghuhn in der Regel reinrassig und Rassetiere haben nun einmal ihren Preis. Dieser richtet sich nach der Qualität und der Rasse und ist mit jenen der großen Varianten vergleichbar. Relativ klein und teuer ist zum Beispiel das japanische Langschwanzhuhn Onagadori, das nicht explizit zu den Zwergrassen zählt. Die Hähne werden maximal 1,5 Kilogramm schwer und ihre Schwänze erreichen eine Länge von bis zu 14 Meter.

Weniger seltene Zwerghuhnrassen wie die Zwerg-Wyandotte, Zwerg-Orpington und das Deutsche Zwerghuhn sind in der Regel etwas billiger.

Unser Tipp: In fast jedem Geflügelzuchtverein gibt es Züchter mit Zwerghuhnrassen. Tiere mit kleinen optischen Fehlern eignen sich nicht für die Ausstellung. Viele Züchter geben diese zum Sonderpreis ab.

Wie lange gibt es Zwerghühner?

Bereits vor über 2000 Jahren berichteten römische und griechische Schriftgelehrte von Zwerghühnern. Kleine Hühner gab es aber auch schon lange davor. Nicht besonders groß ist das Bankiva-Huhn, der wilde Vorfahre unserer Haushühner. Die wilden Hähne erreichen ein Gewicht von etwa 670 bis 1450 Gramm. Hennen sind mit rund 485 bis 1050 Gramm etwas leichter. Bankiva-Hühner sind somit zierlicher als Zwerg-Brahmas und Zwerg-Orpingtons. Im Vergleich dazu erreicht ein herkömmliches braunes Legehuhn ein Gewicht von ungefähr zwei Kilogramm. Die Legehybrid-Hähne sind mit rund 3 Kilogramm ein Drittel schwerer.