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Hühnerauslauf gestalten: Aufteilung in diese 5 Hauptbereiche ist sinnvoll!

Der Auslauf steht im Zentrum des Hühnerlebens. Hier halten sich die Tiere die meiste Zeit des Tages auf. Sie suchen nach Nahrung, liegen faul in der Sonne oder nehmen ausgedehnte Sandbäder. Deshalb benötigt dieser Bereich besondere Aufmerksamkeit, denn nicht jeder Freilauf kommt den Bedürfnissen der Hühner entgegen.

Hühnerauslauf gestalten

Die Vorteile eines Auslaufs

Nur mit einem Auslauf ist die Hühnerhaltung wirklich artgerecht. Die Tiere haben genug Platz zum Scharren und Picken. Sie genießen den Aufenthalt an der frischen Luft und stärken so ihre Abwehrkräfte.

Durch die artgerechte Beschäftigung reduzieren sich Unarten wie Federfressen und die Hühner sind allgemein ausgeglichener und friedlicher. Vor allem größere Freilaufflächen bieten die Möglichkeit, das Futter selbst zu suchen. Die Tiere fressen Kräuter, Früchte, Würmer, Schnecken und Insekten. Dadurch reduzieren sich die Futterkosten. Vor allem im Sommer benötigen Hühner mit einer großen Auslauffläche kaum noch Fertignahrung.

Wie viele Hühner für Anfänger?

So ist ein guter Auslauf gestaltet

Der Auslauf kann noch so groß sein, eine asphaltierte Fläche bereitet den Hühnern keine Freude. Die Tiere lieben ein abwechslungsreich gestaltetes Terrain, um ihren alltäglichen Beschäftigungen nachzugehen.

Diese Bereiche sollte der Hühnerauslauf haben:

  • ausreichend Scharrmöglichkeiten
  • Schattenbereiche
  • Witterungsschutz
  • Sandbad
  • sicherer Unterschlupf

Platz zum Scharren

Hühner suchen sich in der freien Natur ihr Futter am Boden, indem sie mit den Füßen scharren. Dabei finden sie zum Beispiel Körner, Würmer und Insekten. Ein scharrfähiger Untergrund wie Erde oder Gras ist deshalb sehr wichtig, um die Tiere artgerecht zu beschäftigen.


Schutz vor der Witterung

Vor allem im Hochsommer benötigen Hühner ein schattiges Plätzchen. Dabei kann es sich um einen Strauch, einen Unterstand oder um das Stallgebäude handeln, in dessen Schatten sich die Hühner ausruhen.

Unterstand im Auslauf

Grenzt der Stall direkt an den Auslauf und sind nur wenige Tiere vorhanden, dann können sich diese in das Gebäude zurückziehen. Vor allem große Freilaufflächen mit vielen Tieren bieten oft zu wenig Unterschlupfmöglichkeiten und im Stallgebäude ist der Platz oft begrenzt. Hier ist es sinnvoll, Unterstände zu schaffen, die sowohl vor Regen und Wind als auch vor zu starker Sonne schützen.


Hühner lieben Sandbäder

Hühner lieben es, sich in Staub und Sand zu wälzen. Im Auslauf scharren sich die Tiere gerne selbst eine Mulde. Hierfür muss aber genug lockerer Untergrund vorhanden sein.

Sandbad im Freilauf

Ein weiterer Nachteil: Bei Regen verwandelt sich das Sandbad in eine Matschgrube. Deshalb ist eine komfortablere Lösung sinnvoll. Am besten eignet sich eine große Schüssel, eine Wanne oder ein anderer Behälter. Diesen füllt der Hühnerhalter mit Sand und stellt das Bad an einen vor Regen geschützten Platz, beispielsweise in den Unterstand.

Oder er baut selbst ein kleines Dach, das jedoch hoch genug sein muss, damit die Hühner sich in dem Bad ausgiebig bewegen können.

Unser Tipp: Manche Hühnerhalter behelfen sich mit einer Katzentoilette. Diese besteht aus Plastik und ist deshalb wasserunempfindlich. Die noblere Lösung ist allerdings ein Modell aus dem Fachhandel. Es gibt sogar schon fertige Sandbäder mit Dach.

Ausreichend Deckung

In seiner natürlichen Heimat bevorzugt das Bankivahuhn, der wilde Vorfahre unserer Haushühner, einen Lebensraum mit vielen Büschen und Hecken, um sich im Notfall darin zu verstecken.

Ausreichend Deckung im Auslauf

Ist der Auslauf relativ klein und der sichere Stall schnell erreichbar, dann können zusätzliche Versteckmöglichkeiten entfallen. Eine große Freifläche bietet den Hühnern jedoch oft nicht ausreichend Schutz. Sträucher, Hecken und kleine Unterstände sorgen dafür, dass sie sich sicher fühlen. Auch umgefallene Bäume und große Äste sind ein toller Unterschlupf.

Unser Tipp: Da Hühner gerne Grünes fressen, macht das Pflanzen von Büschen mit empfindlichen Blättern wenig Sinn. Ideal für den Hühnerauslauf sind zum Beispiel ungiftige Nadelbäume, Schleh- und Weißdorn. Je höher der Busch, desto weniger erleidet er Schaden. Noch sehr junge Gewächse sind mit einem Zaun zu schützen.

Gefahren im Auslauf

Der Freilauf hat auch seine Tücken, denn draußen lauern allerhand Gefahren, zum Beispiel:

Vor allem große, ungeschützte Freilaufflächen stellen für Hühner ein Risiko dar. Bei zu wenig Deckung fällt es Angreifern aus der Luft, aber auch Räubern auf dem Boden leicht, das ein oder andere Tier zu erbeuten.

Hühnerhabicht als Beutegreifer

Verfügen die Tiere über einen unbegrenzten Auslauf, dann ist es oft schwer, diese adäquat zu schützen. Doch auch wenn hin und wieder einzelne Hühner fehlen, kommt diese Haltung den Bedürfnissen der Tiere am ehesten entgegen, denn der Nutzen überwiegt häufig das Risiko. Dennoch lohnt sich das Schaffen von Unterschlupfmöglichkeiten und Verstecken gerade deshalb.

Bei Hühnern, die frei auf dem Grundstück umherlaufen, verschwindet außerdem häufig etwas im Schnabel, was da nicht hingehört, zum Beispiel Plastikschnüre oder Styropor. Hühner lieben seltsamerweise Styropor und anderes Isolationsmaterial. Sie picken es unter anderem aus den Wänden. Auch Eisfreihalter auf dem Gartenteich oder im Auslauf umherliegende Styroporteile sind schnell im Kropf verschwunden.

Ein weiteres Problem sind Giftpflanzen. Dazu gehören Eiben, Herbstzeitlose, Krokusse, Maiglöckchen und Tulpen. Auch Tomaten tun den Tieren nicht gut. Es ist also gar nicht so ungefährlich, die Hühner frei im Garten umherlaufen zu lassen.

Unser Tipp: Ein unbegrenzter Freilauf ist zwar schön, doch müssen sich die Hühner darin auch gefahrlos aufhalten können. Nehmen die Probleme mit Füchsen und Greifvögeln überhand, dann lohnt sich der Bau einer Voliere oder eines gut gesicherten Auslaufs. Im Idealfall verfügt dieser über einen hohen Zaun und einen Untergrabschutz. Ist der Hühnerbesitzer zu Hause, dann lässt er seine Tiere auf dem gesamten Grundstück frei umherlaufen. Kann er nicht auf sie aufpassen, dann bleiben sie im begrenzten Teil.

Den Auslauf clever unterteilen

Der ideale Hühnerauslauf ist abwechslungsreich gestaltet. Er verfügt über sonnige und schattige Plätze und bietet bei Gefahr ausreichend Deckung. Wichtig ist, dass die Hühner auch in größeren Freiläufen schnell einen schützenden Unterschlupf finden.

Im Idealfall säumen Büsche den Ausgang neben der Hühnerklappe. Das schenkt den Tieren bereits beim Verlassen des Stalls die nötige Geborgenheit. Sandbäder befinden sich bevorzugt an geschützten Stellen, zum Beispiel in der Ecke des Unterstands oder unter einem Baum. Die Tränke steht im Sommer am besten im Schatten. Im Idealfall ist sie von mehreren Seiten leicht erreichbar.


Die Grasfläche

Hühner lieben grüne Grasflächen. Dort scharren sie nach Futter und naschen von den Gräsern und Kräutern.

Hühner lieben Gras

In kleineren Ausläufen ist das Gras jedoch bald restlos vernichtet. Wer ein ausreichend großes Stück Land besitzt, unterteilt dieses am besten mit einem Geflügelzaun in einzelne Parzellen. Ist die erste Parzelle abgeweidet, siedelt man die Hühner in die nächste um. Somit hat das erste Teilstück wieder genug Zeit, um sich zu regenerieren.

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Derzeit voll im Trend liegt auch das Hühnermobil. In diesem Fall übernachten die Hühner in einem fahrbaren Stall. Der Hühnerhalter stellt den Anhänger an einen anderen Platz, wenn das umliegende Gras abgefressen ist und zu sehr unter den vielen Tieren leidet. Ein solches Hühnermobil lohnt sich vor allem dann, wenn eine große Fläche Grünland zur Verfügung steht.

Unser Tipp: Rasengittersteine oder Paddockplatten, so wie sie in der Pferdehaltung Verwendung finden, schützen die empfindliche Grasnarbe und verhindern ein Vermatschen des Auslaufs. Manche Hühnerhalter nutzen die Platten auch zur Herstellung matschfreier Gehwege.