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Cochin

Ursprungsland
China
Eigewicht
55 Gramm
Legeleistung
120 Eier / Jahr
Gewicht Hahn
5,50 Kg
Gewicht Henne
4,50 Kg
Bruttrieb
Flugfähigkeit
Cochin Huhn auf der Wiese

Das Cochin verleitet zum Kuscheln und sieht dank seiner üppigen Federn sehr flauschig aus. Ganz zur Freude des Halters, ist das Cochin ein Huhn, dass seine Berührungen tatsächlich toleriert.

Da es insgesamt sehr ruhig und aufgeschlossen ist, lässt es sich gut zähmen. Deshalb ist das Cochin auch für Familien mit Kindern interessant.

Große Hühnerrasse auf einer Wiese

Legeleistung und Details zum Ei

Obgleich das Cochin ein Zwiehuhn ist, liegt der Fokus auf dem Fleischgewinn. Allerdings kommt es bei der Wirtschaftlichkeit ganz entscheidend auf die Zuchtlinie an.

Hinweis: Das Cochin braucht relativ lange, bis es schlachtreif/ausgewachsen ist (18 – 24 Monate).

Legeleistung

Weil das Cochin ein Zwienutzungshuhn ist, hat es noch eine weitere Leistungseigenschaft – die Eierproduktion. In einem guten Legejahr kommen bis zu 120 gelblich-braune Eier zusammen.

Eines davon wiegt rund 55 Gramm. Allerdings ist die Legequote der Cochin-Hennen ziemlich instabil. Wenn sie Freilauf haben oder zu viel fressen nimmt die Legeleistung häufig ab. Außerdem ist aufgrund der züchterischen Schwerpunktsetzung (Aussehen oder Fleischansatz) ein steter Rückgang in der Legeproduktion zu sehen.

Übrigens: Als Pendant zu den Hähnen fangen auch die Hennen erst sehr spät zu legen an.

Brutinstinkt

Cochin Küken mit Glucke auf einer Wiese

Die Cochin-Hennen haben aber einen starken Brutinstinkt. Sie ziehen nicht nur ihre eigenen Küken auf, sondern nehmen sich auch fremder Tiere an (sog. Ammenbrut). Dieses Schauspiel der Natur ist, wenn gewünscht, mehrmals jährlich mitanzusehen.


Haltung

Cochins sind unter Hühnerhaltern unter anderem deshalb so beliebt, weil sie besonders umgänglich und ausgeglichen sind. Sie haben ein ruhiges Naturell und fassen schnell Vertrauen. Das Cochin ist also ein freundliches Huhn, dass für die Selbstversorgung oder als Familienhuhn gleichermaßen taugt.

Haltung dieser Hühnerrasse

Sein angenehmes Temperament sorgt außerdem dafür, dass es sich gut in die Gemeinschaftshaltung mit rassefremden Artgenossen integrieren lässt. Es versteht sich am besten mit Hühnern, die ebenfalls gemütlich sind.


Freilauf und Hühnerstall

Das Cochin hat den Ruf, robust zu sein. Bei guter Haltung wird es also nur sehr selten krank. Allerdings ist das Rassehuhn nicht wetterfest. Niedrigen Temperaturen hält es aufgrund seines dichten Gefieders zwar stand, es hat aber sensible Läufe und darf nicht in der Nässe stehen. Auf den Halter kommen deshalb gesteigerte Garten- und Reinigungsarbeiten zu.

Cochin Henne im Winter

Weil das Rassehuhn sehr groß ist, fliegt und springt es kaum. Eine hüfthohe Einfriedung reicht zur räumlichen Begrenzung demnach aus.

Da sich das Cochin auch zu Boden nicht allzu stark bewegt, braucht es vergleichsweise wenig Bewegungsraum. Theoretisch kann es auch dauerhaft in einer Inneneinrichtung sein. Voraussetzung ist, dass der Stall auf die Bedürfnisse einer großen Hühnerrasse zugeschnitten ist.

Unser Tipp: Die Cochins brauchen Leitern und Rampen, um erhöhte Punkte zu erklimmen. Außerdem sollten die Nester entsprechend groß und die Sitzstangen robust und niedrig sein.

Herkunft

Das Cochin ist ein asiatisches Huhn und hat seine Wurzeln in Kambodscha und dem Vietnam. Mitte des 19. Jahrhunderts kam es unter der Bezeichnung „Shanghai-Huhn“ nach England und breitete sich schnell in den Nachbarländern aus.

Aufgrund seiner beachtlichen Fleischleistung war das Interesse an dem schweren Rassehuhn sehr hoch. Um seine Leistungseigenschaften auf andere Hühner zu übertragen, kreuzte man das Cochin in die unterschiedlichsten Wirtschaftslinien ein. Zudem produzierte es köstliche Eier und war ein begehrter Daunenlieferant.

Der Rassestandard von 1860 hat bis heute keine wesentlichen Veränderungen durchgemacht.

Obwohl die Cochins nicht akut gefährdet sind, nimmt das Zuchtinteresse an den Rassetieren kontinuierlich ab. Allen Zucht-Einsteigern oder Kaufinteressenten, wird dazu geraten, den Sonderverein der Züchter des Cochin-, Brahma- und Zwerg-Brahma-Huhnes e. V. zu kontaktieren. Dort erhält man nicht nur die Kontaktdaten anderer Züchter, sondern auch wichtige Haltungstipps und Zuchtinformationen. Bei den Cochins gibt es nämlich die ein oder andere Besonderheit.

Die Befruchtungsrate ist bei den Cochins relativ gering. Das liegt zum einen daran, dass der Deckakt aufgrund der dichten Federn scheitern kann. Der Bereich rund um die Kloake sollte deshalb frei von Federn sein. Zum anderen können Verfettungserscheinungen die Zuchterfolge reduzieren, weshalb das Futter zumindest in der Zuchtsaison anzupassen ist.

Aufgrund der Erschwernisse ist ein kleiner Zuchtstamm von einem Hahn und drei Hennen ideal.


Optik

Das Cochin ist ein großes Huhn mit breitem Körperbau. Weil es gut mit kurzen, breiten Federn ausgestattet ist, wirkt es schwerer, als es in Wirklichkeit ist. Trotzdem kommt bei den Hähnen in Höchstgewicht von 5,5 Kilogramm zusammen. Die schwersten Hennen sind rund 4,5 Kilo schwer.

Der massige Leib des schweren Rassehuhns ist in den Übergängen rund und liegt tief im breiten Stand.

Die Hennen sind im Vergleich zu den Hähnen gedrungener und haben ein volleres Federkleid. Allerdings ist der Hahnenschwanz auffälliger ausgeprägt.

Trotz der markanten Sicheln ist das Schwanzgefieder der männlichen Tiere kurz.

Bei den Weibchen liegt der Schwanz in einer üppigen Rundung am hinteren Teil des Rückens auf.

Im Vergleich zur massigen Erscheinung hat das Cochin einen kleinen, leicht befiederten Kopf.

Die Gesichtshaut einschließlich der Ohr- und Kehllappen und des mehrfachgezackten Einfachkamms ist rot.

Die Gesichtspunkte sind bei den Hähnen größer und fallen bei den Hennen eigentlich kaum auf.

Das Cochin ist „belatscht“, was bedeutet, dass es an den Mittel- und Außenzehen Federn hat. Die Läufe, die in Abhängigkeit zum Farbschlag grünlich, gelb oder dunkel sein können, sind aufgrund der Beinbefiederung nur noch minimal zu sehen.

Der kurze Schnabel ist meistens gelb oder dunkelhorn, die Augen sind orange.

Anerkannte Cochin Farbschläge

Für das Großhuhn sind derzeit folgende Farbschläge anerkannt:

  • Gelb
  • Blau
  • Gesperbert
  • Rebhuhnfarbig-gebändert
  • Schwarz-weißgescheckt
  • Silber-schwarzgesäumt
  • Gold-schwarzgesäumt
  • Rebhuhnfarbig-gebändert
  • Schwarz-weißgescheckt
  • Silber-schwarzgesäumt
  • Gold-schwarzgesäumt

Bei der Zwergrasse gibt es mit 24 anerkannten Farbschlägen deutlich mehr:

Während das Groß-Cochin glatte Federn hat, gibt es alle Farbschläge der Zwergvariante auch in gelockt.

Übrigens: Obwohl sich die Groß- und Zwerghühner sehr ähnlich sehen, stammen sie nicht voneinander ab.